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Dienstag, Oktober 10, 2006

Filmempfehlung - Ein Leben für die Freiheit


Dokumentarfilm über das Leben von Shri Mataji Nirmala Devi
TV Ausstrahlung: BR 22.10.2006, 23.00


Intimes Porträt der spirituellen Meisterin und ein Einblick in die Geschichte des indischen Unabhängigkeitskampfes.

Dieser Dokumentarfilm der jungen Filmemacherin Carolin Dassel beschäftigt sich mit dem Leben von Shri Mataji Nirmala Devi, die als die Begründerin von Sahaja Yoga bekannt ist. Der Film zeichnet einige Stationen ihres ereignisreichen Lebes nach. Es ist dies nach "Time and Space" das zweite Filmportrait der Filmemacherin über eine ungewöhnliche Frau aus dem indischen Subkontinent. Schöne, bewegte Kameraeinstellungen transportieren den Zuschauer nach Indien, an den Schauplatz der Kindheit und Jugend Nirmala Devis, deren Eltern an der Seite von Mahatma Gandhi in der gewaltlosen Freiheitsbewegung gegen die britische Kolonialherrschaft kämpften. Interviews mit Zeitzeugen, Verwandten und Anhängern Shri Matajis zeichnen ein vielseitiges Bild der Frau, die an der Seite eines hohen UNO- Diplomaten ihre traditionelle Rolle als Mutter und Hausfrau erfüllte, dann aber eine Bewegung begründete, deren Anhänger nicht nur in Indien, sondern auf allen Kontinenten zu finden sind. Ihre Mission ist die spirituelle Emanzipation der Menschheit, kein bescheidener Anspruch. Shri Mataji nahm sich Zeit ihres Lebens kein Blatt vor den Mund, eine Haltung, die ihr viele Verehrer aber auch Kritiker gebracht hat. Ein faszinierender Fernsehabend, für den es wert ist, Sonntagabend etwas länger aufzubleiben.
Filmtrailer
Film-Website
Bayrischer Rundfunk Ein Leben für die Freiheit

Samstag, Mai 27, 2006

Filmempfehlung - Unser täglich Brot


Der Österreicher Nikolaus Geyrhalter hat mit "UNSER TÄGLICH BROT" meiner Meinung nach ein großartiges Filmwerk geschaffen, das in einer rein beobachtenden Perspektive vom Umgang mit Mutter Erde, Bruder Mensch und Gevetter Tier erzählt. In dem er Minute um Minute stattfindende, paneuropäische Produktionsprozesse in der Landwirtschaft konstatiert, wird unsere Aufmerksamkeit auf die Realität gelenkt, die sich hinter den perfekt designten Produktkartons im Supermarkt verbirgt. Dass Salat der 10 Cent weniger kostet, Tomaten die man im Winter essen will und massenhaft konsumiertes Billigfleisch, das wir glauben zu brauchen den Preis hat, dass Menschen wie Maschinen arbeiten müssen und Tiere der Freude am Leben und ihrer Würde beraubt werden, das weiß eigentlich jeder. Aber spüren tun wir es nur wenn wir unsere Sinne dafür öffnen und unsere Aufmerksamkeit darauf legen.


Nikolaus Geyrhalter: "Ich glaube, dass das Alleingelassen - Sein, das Selber-Schauen-, Hören- und denken-müssen dem Film hilft - und auch dem Zuschauer hilft, wirklich dem Thema näher zu kommen. ... Wichtig ist es einmal zu spüren, welche Stimmung in diesen Betrieben ist, wie dort gearbeitet wird. Das kann man gar nicht mit Worten erklären, das muss man erlebt und gespürt haben. Und dieses Empfinden wollte ich im Kino soweit das geht nachvollziehbar machen. Und es ist auch ein zurückgeben der Verantwortung an den Zuschauer."

Zum Glück haben wir einen tollen Chef der österreichischen Filmförderung. In einer Vorlesung an der Filmakademie hat er auf die selbstgestellte Frage, was denn der Unterschied zwischen Fernsehen und Kino sei, geantwortet: "Ich glaube der Unterschied ist, dass man im Kino noch die Wahrheit sagen darf." Und dann schmunzelnd: "Zumindest für 90 Minuten und eine Woche Spielzeit."

Alles Liebe, Sonja
Unser täglich Brot

Dienstag, Mai 02, 2006

Weisse Rosen am 5.Mai


Der 5. Mai wurde in Österreich zum "Nationalen Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus" erklärt.

An diesem Tag findet, von Studenten und Schülern initiiert, eine wunderschöne Veranstaltung, eine sehr liebevolle Geste statt.

80.000 weisse Rosen werden,um 11 Uhr 30 vom Stephansplatz ausgehend, zu Wohnungen gebracht, aus denen während der Nazizeit Juden und andere unliebsame Menschen vertrieben und deportiert wurden. Die Rosen sollen tatsächlich an alle betreffenden Adressen in ganz Österreich gebracht werden (d.h. in Wien etwa 55.000) Die Rosen werden auch auf bestimmten Strassen und Plätzen verteilt, als Zeichen des Respekts vor den Opfern des Nationalsozialismus.

Eine ähnliche Veranstaltung fand am 5.Mai 2003 statt, "a letter to the stars", wo Briefe mit guten Wünschen, an Luftballons gebunden, in den Himmel stiegen.

von Vanessa

Mittwoch, März 29, 2006

Die Göttin in Wien II


Am Neuen Markt im 1. Bezirk befindet sich eine der schönsten barocken Brunnenanlagen Wiens: der Donner-Brunnen, der eigentlich Providentia-Brunnen heißt. Die weibliche Figur, die in der Mitte über allen anderen thront, stellt Providentia dar: Providentia kommt aus dem lateinischen und bedeutet je nach Übersetzung die "glückverheißende Vorsehung" oder „Fürsorge, Umsicht, Voraussicht“. Auch kann man annehmen, dass die Figur eine Allegorie für die Donau darstellt, denn sie ist umgeben von vier weiteren Figuren am Beckenrand, die alle Nebenflüsse der Donau symbolisieren: der Jüngling die Traun, der Greis die Enns und die beiden Frauengestalten die March und die Ybbs. Providentia steht auch für „gute Regierung“, und bezieht sich wohl nicht zuletzt auch auf die gute Wasserversorgung Wiens.

Der Bildhauer Georg Raphael Donner hat, wie viele andere Künstler vor und nach ihm, intuitiv die Flussgöttin mit der Kraft der Schlange in Beziehung gesetzt; seine Providentia hält eine Schlange in ihrer Hand. Laut Beschreibung von Kunsthistorikern sei das Schlangensymbol als "Zeichen der Unsterblichkeit" zu verstehen.


Im Vergleich dazu: In Indien wird wird der heilige Fluss Ganges durch die Göttin Ganga repräsentiert, die der Mythologie nach dem Scheitel Shivas entspringt, bzw. durch die Haare Shivas gebändigt wird. Ganga steht auch für die Kundalini, die aus dem menschlichen Scheitel dringt. Schlangen werden an vielen Orten und Kulturen mit der Kraft von Flüssen in Verbindung gesetzt, sind aber auch Symbol für die subtile, innere und unsterbliche Kraft der Kundalini.

Georg Raphael Donner (1693 –1741) zählt zu den herausragendsten Meistern der Bildhauerkunst der Barockzeit. Zwischen 1737 und 1739 entstand als sein Hauptwerk der so genannte Providentiabrunnen. Die Stadt Wien trat hier als Bauherr auf, was in der künstlerisch vom Kaiserhaus und Hochadel bestimmten Barockzeit eher einen Ausnahmefall darstellt. Der Brunnen wurde also von den BürgerInnen Wiens finanziert und es befindet sich kein einziges kaiserliches und auch kein religiöses Symbol darauf. Die wunderschönen Blei-Originale der Brunnenfiguren stehen seit 1921 im Barockmuseum der Österreichischen Galerie Belvedere, am ursprünglichen Standort verblieben witterungsbeständige Bronzekopien.
Barockmuseum

Donnerstag, März 02, 2006

Die Göttin in Wien

Dieses Gemälde von Gustav Klimt aus dem Jahr 1907 zeigt die Göttin Hygeia. Hygieia steht für den Erhalt einer natürlichen Ordnung der Dinge durch eine angemessene Lebensführung.

Sie ist eine Göttin der Gesudheit und gilt als Schutzpatronin der Apotheker. Hygeia wurde mindesten seit dem 7.Jh vor Christum in im antiken Griechenland verehrt. In der griechischen Mythologie ist sie die Tochter des Asklepios. Während ihr Vater mehr explizit mit Heilung in Verbindung gebracht wurde, stand sie auch für die Vorbeugung von Krankheiten, und der Erhaltung der Gesundheit. Das Wort Hygiene wurde von ihrem Namen abgeleitet. Der Eid des Hyppokrates beginnt mit den Worten "ich schwöre bei Apollo und bei Asklepios und bei Hygeia und allen Göttern und Göttinnen ..."

Hygeia wurde besonders am 26. Februar verehrt. An diesem Tag gingen die Menschen zu Heilquellen, um dort zu baden und das Wasser zu trinken. Die Menschen nahmen sich Zeit und baten Hygeia, sie wieder ganz, heil/ig und gesund zu machen.

Interessant ist, dass Klimt hier unbewusst den Schwanz der Schlange in Form einer goldenen gewundenen Spirale genau auf der Höhe des os sacrums malte, ähnlich wie die heilige und heilende Kraft der Göttin Kundalini in der Form einer Schlange dargestellt wird und in einer gewundenen Spirale am unteren Ende der Wirbelsäule in diesem heiligen Knochen ruht.

Hygeias Schlange wurde manchmal dargestellt, während sie aus einem Krug trinkt. Bei Klimt trinkt die Schlange aus einer Schale. Auch die Kundalini wird traditionell mit der Kumbha in Verbindung gebracht, dem Wasserkrug, aus dem die Wasser des ewigen Lebens fließen.

Dienstag, Februar 14, 2006

Sidi Mohammed Ben Abdelah


Sidi Mohammed Ben Abdelah - König von Marokko 1757-1790

Das Königreich Marokko unter der Herrschaft von Sidi Mohammed Ben Abdellah (König Mohammed III) war das erste Land der Welt, welches im Jahr 1777 die Vereinigten Staaten von Amerika als eine unabhängige Nation anerkannte. Seither pflegen die beiden Staaten ausgezeichnete Beziehungen, wahrscheinlich die beste Beziehung, die die USA zu einem arabischen Staat unterhält. H.H. Shri Mataji erzählte, dass dieser König eine realisierte Seele gewesen war.

Sidi Mohammed Ben Abdellah stellte auch die ersten diplomatischen Beziehungen zu Österreich her. Seit dieser Zeit gibt es die Marokkanische Botschaft in der später so benannten Marokkanergasse in 1030, Wien. Der heute dort befindliche Brunnen wurde vom König Marokkos an Österreich, anlässlich des 1000 jährigen Bestehens, als Geschenk übersandt. Der Unterbau und das Dach des Brunnens wurden von Sahaja Yogis erbaut.