Mittwoch, Dezember 07, 2005

Maria - Große Göttin - Himmelskönigin - Meerstern

Mari ist ein Grundname der Großen Göttin. Ihr lateinischer Name war Maria, was die Meere bedeutet. Oft wird sie auch stella maris genannt, Meerstern.

Maria gebar, wie so viele andere Muttergöttinnen vor ihr, eine Göttin oder einen Gott in Menschengestalt: Rhiannon gebiert ihren Sohn Pryderi, durch Isis wird Horus wieder geboren, Demeter bekommt ihre heilige Tochter Persephone, die Erdgöttin schenkt Dionysos das Leben, und in Japan kommt Amaterasu aus ihrer Höhle. In unserer Kultur schenkt eben Maria Jesus das Leben.

Der Kaiser Theodosius ließ um 384 das Christentum im römischen Reich zur Staatsreligion erheben und alle heidnischen Religionen verbieten. Doch Glaube lässt sich halt nicht erzwingen, und so wurde Isis mit Maria identifiziert und aus Isis mit dem Horuskind die christliche Göttin Maria mit dem Jesuskind. Es gibt Statuen aus dieser Zeit des Übergangs von Isis zu Maria, von denen man nicht weiß, ob sie Isis mit dem Horuskind auf dem Arm oder Maria mit dem Jesuskind auf dem Arm darstellen sollen.

Die Christen wollten den matriarchalen Kult der Göttinnen-Verehrung auslöschen und ihre eigene Religion, in der es keine Frauen gab, in der ein zorniger, strenger, herrischer und rachsüchtiger Vatergott mit seinem Sohn angebetet wurde, durchsetzen. Doch das Bedürfnis der Menschen, eine Mutterfigur, eine Frau als göttliches Wesen zu verehren, konnten sie nicht auslöschen. Nachdem die Kirche also sah, dass die Menschen nicht davon abließen, weiterhin zu ihren Göttinnen zu beten, beschloss sie, die jahrtausendealte Göttinnen-Verehrung für sich zu nutzen, sie umpolen und umzuleiten auf ihre eigene Religion. Eine Aussage von Papst Gregor I. macht diese Geisteshaltung recht deutlich: "...man solle die Bräuche und Glaubenslehren der Völker nutzen und nicht versuchen, sie auszulöschen. Wenn eine Gemeinschaft einen Baum anbete, so solle man ihn, anstatt ihn umzuhauen, Christus weihen und sie ihre Anbetung fortsetzen lassen...".
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Jesus Sutras in China entdeckt


Man könnte meinen, dass uns im Zeitalter der Datenautobahnen nichts mehr überraschen könnte, dass uns alles bekannt wäre. Aber dem ist nicht so. Abenteuerliches taucht manchmal dort auf, wo man es am wenigsten erwartet und es kann aussergewöhnlich sein wie in den alten Erzählungen, oder es kann unsere Geschichte, unsere Vergangenheit in Frage stellen. Es dürfte Sie vielleicht deshalb überraschen zu erfahren, dass die neuesten Erkenntnisse zur Geschichte des frühen Christentums möglicherweise von China kommen. Die folgende Geschichte – erzählt von dem Anthropologen J. Albertsma – lässt das Herz jedes Schatzsuchers höher schlagen.

Eines Tages stiess Martin Palmer – weltbekannter Spezialist für altchinesische religiöse Schriften und die Geschichte des orientalischen Christentums – auf das Buch eines chinesischen Professors, das in den Dreissiger Jahren erschienen war. Darin war die Rede von einem antiken christlichen Ort in China, mit einem fast verblichenen Plan einer chinesischen Pagode mit dem Namen „Ta Ching” – wörtlich „vom römischen Reich”.

Nachforschungen erwiesen den Plan als falsch, aber zufällig befand sich unter den Angaben ein anderes Kloster mit dem Namen „Lo Guan“, das in der zentralen Provinz von Shang Xi liegt, die Professor Palmer gut kennt.

1998 beschlossen Professor Palmer und sein Team, mit ihren Nachforschungen dort anzufangen, und siehe da, das Glück war ihnen hold. Als sie den Hügel bestiegen, der den Tempel überragte, erblickten sie in der Ferne auf einem Berg eine chinesische Pagode. Angespornt durch diese Entdeckung begaben sie sich dahin. Die Pagode, aus der Tang Dynastie und 1300 Jahre alt, wurde im Jahre 1556 nach einem Erdbeben zugemauert.

Sie schien chinesisch zu sein, aber eine sehr alte buddhistische Nonne (115 Jahre alt – noch ein Wunder!) sagte ihnen, dass die Pagode christlichen Ursprungs sei, und ein alter Amulett-Verkäufer erzählte ihnen eine lokale Legende: die Menschen aus dem Westen, die an einen Gott glaubten und das Kloster, die Kirche und die Pagode gebaut hatten, wären nie gestorben.

Als Palmer die benachbarten Gebäude auf der Terrasse betrachtete, realisierte er, dass sie nicht wie alle chinesischen Tempel eine Nord-Süd-Orientierung aufwiesen, sondern eine Ost-West-Orientierung wie die christlichen Stätten im Orient.

Palmer machte die chinesischen Behörden, die mit der Restaurierung und Konsolidierung der Pagode beschäftigt waren, darauf aufmerksam. Sechs Monate später – im Sommer 1999 – wurde er von denselben Behörden zurückgerufen, die, neugierig geworden, seinen Rat suchten.

Palmer wurde ins Innere der wieder eröffneten Pagode geführt. „Als sich unsere Augen allmählich an das Halbdunkle gewöhnten“, erzählt er, „dämmerte es uns langsam, was wir vor unseren Augen hatten.“ Vor ihnen stand eine drei Meter hohe Statue aus Holz und Gips, die die heiligen Berge des Taoismus darstellte, mit einer Grotte im Zentrum im Stil der Tang, erbaut im Jahre 790 – zur gleichen Zeit wie die Pagode. Aber in dieser Grotte befand sich eine vorgebeugte Persönlichkeit, bei der die Stellung der Beine und des Rumpfes – der Rest war verschwunden – überhaupt nicht dem chinesischen Stil entsprach. Palmer erkannte darin eine Szene der Geburt Christi, eine Mutter Maria mit dem Kind.

Die Pagode war Teil eines Komplexes, zu dem noch eine Bibliothek sowie eine christliche Kirche gehörte, alles innerhalb einer kaiserlichen taoistischen Tempelanlage der Tang. Es handelt sich um die älteste Statue der Jungfrau in China, ein Beweise dafür, dass das Christentum in China bereits vor 1400 Jahren existierte. Eine Stele aus dem Jahre 781 erzählt die Geschichte. Das Christentum kam im Jahre 635 in der Form einer offiziellen Mission des Bischofs Alopen nach China: ein orientalisches Christentum, weder romanisch noch byzantinisch, sondern persisch, mit Sitz in Bagdad, das sich über Indien, Zentralasien und Tibet ausbreitete.

Nach seiner Entdeckung vertritt Palmer sogar die These, dass die berühmte chinesische buddhistische Göttin der Barmherzigkeit, Quan Yin, die manchmal mit einem Kind dargestellt wird, vom alten Bild dieser Jungfrau Maria beeinflusst wurde.

Die zweite Entdeckung ist diejenige der Sutras von Jesus, Texte, die von einem Bischof mitgebracht wurden; das Original ist verloren gegangen, aber die chinesische Übersetzung ist erhalten geblieben. Palmer und sein Team sind dabei, die Texte zu übersetzen – und diese könnten die Geschichte des Christentums revolutionieren. Sie erzählen vom Leben, von den Lehren und vom Tod Christi in unzähligen Variationen zu dem, was wir bereits kennen. Marie wurde von einer kühlen, von Gott gesandten Brise besucht; Jesus wurde in einem Obstgarten geboren und nicht in einem Stall; Seine Haare wurden vor seiner Kreuzigung gewaschen.

Die Übersetzung der Sutras von Jesus sind 2002 auf Deutsch erschienen. Für Abenteuer-Liebhaber: die Nachforschungen gehen weiter. Mit Hilfe der Texte hat man ebenfalls die Spuren einer christlichen Kirche im Tibet vom 16. Jahrhundert entdeckt.
Jesus Sutras auf Deutsch

Montag, Dezember 05, 2005

Schule von Athen von Raffael


mit Sokrates in der Mitte
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Schule von Athen

Dreifachfilter von Sokrates


Im alten Griechenland, hatte Sokrates den Ruf, Wissen über alles zu schätzen. Eines Tages traf der große Philosoph auf einen Bekannten, der zu ihm sagte: „Sokrates, weißt Du, was ich gerade über Deinen besten Freund gehört habe?“
“Augenblick bitte,” antwortete Sokrates. “Bevor Du mir irgendetwas sagst, würde ich gerne eine Test mit Dir machen: Er heißt der dreifache Filtertest.“
“Dreifacher Filtertest?”
“Ganz genau,” fuhr Sokrates fort. “Bevor Du mir irgendetwas über meinen Freund erzählst, wäre es vielleicht eine gute Idee, sich einen Moment Zeit zu nehmen und das zu filtern, was Du mir sagen wolltest. Der erste Filter ist Wahrheit. Bist Du ganz sicher, dass das, was Du mir sagen wolltest, auch der Wahrheit entspricht?“
“Nein,” sagte der Mann, “ich habe eigentlich nur davon gehört…”
“Na gut,” sagte Sokrates. “Also, du weißt nicht, ob es wirklich wahr oder falsch ist. Jetzt nehmen wir den zweiten Filter, den Filter der Güte. Ist das, was Du mir über meinen Freund sagen wolltest, etwas Gutes?”
“Nein, im Gegenteil…”
“Aha,” fuhr Sokrates fort, “Du wolltest mir also etwas Schlechtes über ihn erzählen, aber Du bist Dir nicht sicher, ob es stimmt. Du könntest aber bei dem Test noch durchkommen, denn es gibt noch einen letzten Filter, den Filter der Nützlichkeit. Ist das, was Du mir über meinen Freund sagen wolltest, auf irgendeine Weise nützlich für mich?“
“Nein, nicht wirklich.”
“Aha,” schloss Sokrates, “wenn das, was Du mir sagen wolltest, weder wahr, noch gut, ja nicht einmal nützlich ist, wozu willst Du es mir dann erzählen?”
Das ist warum Sokrates ein solch großer Philosoph war, und warum er so hoch geachtet wurde.
von Divine Sahaja Yoga

Sonntag, Dezember 04, 2005

Ein langer Samstag im Advent

rustend ließ er sich auf eine dieser harten Holzbänke fallen, die gerade soviel Bequemlichkeit gewährten, um sich kurz darauf auszuruhen. Ein tiefer Seufzer begleitete das Abladen der Pakete und Taschen, derer er sich nun nach und nach zu entledigen begann. Er rieb sich die schmerzende Hand, an der die Schnüre, die die Pakete zusammenhielten, tiefe Striemen hinterlassen hatten.

Die heißen Rhytmen, die an sein Ohr drangen, vermischten sich mit dem Geräusch des geschäftigen Treibens und den
Tönen eines Weihnachtsliedes, das aus einer anderen Richtung herüberklang, zu einer einzigen unddurchdringlichen Masse,die seinen Kopf dumpf und taub werden ließen. Vor ihm plätscherte ungerührt ein Brunnen. Angestrengte Gesichter, in denen sich die Farben der Neonreklamen matt spiegelten, eilten an ihm vorbei. Tausende Gedanken jagten durch seinen Kopf und ließen ihn aus seiner kurzen Rast keinen Bruchteil an Erholung schöpfen.

Gerade als er sich anschickte, sich seinem Schicksal zu ergeben, um noch den Rest der Geschenke, die man von ihm erwartete, zu erbeuten, wurde er einer weiblichen Gestalt gewahr, die plötzlich vor ihm am Boden saß und ihm denRücken zuwandte. Er wußte nicht, wo diese hergekommen war und hatte sie auch zuvor nicht wahrgenommen, und doch fühlte er sich sofort in einen süßen Zauber eingewoben.

Langsam wandte Sie ihm Ihr Antlitz zu. Dichte blauschwarze Locken umrahmten ein Lächeln, das imstande war, allen Kummer dieser Welt vergessen zu lassen, und welches mit sanften Schwingen sein Herz berührte.

Aber noch tiefer als in das Lächeln, verlor er sich in die grundlos tiefen Augen dieser himmlischen Gestalt. Ihm war als ob diese Augen jeden Winkel seines Inneren durchfluteten und mit Licht erfüllten. Da schien es ihm plötzlich, als ob eine bisher verschlossene Tür in ihm geöffnet wurde - und durch diese Tür entwichen all der Druck und die Sorgen die ihn noch vor wenigen Sekunden vollkommen in ihrer Gewalt hatten. Wie kühler Balsam begann etwas, von sanfter Hand gelenkt, seinen Rücken emporzusteigen, sammelte sich über seinen Scheitel wie geschmolzenes Eis und begann von dort als lebendiges Wasser gleichmäßig durch ihn hinab zufließen. Mit einem Mal hatte er das Gefühl, als ob sein Körper von tausenden haarfeinen Kanälen durchzogen wäre, die allesamt plötzlich zu atmen begannen, um mit frischem Wind alle Zellenseines Körpers zu beleben. Während er wie von einer unsichtbaren Wolke emporgetragen wurde, wich jegliche Schwere seines Körpers von ihm. Seine Gedanken, die vorher noch wie das aufgewühlte Meer tosten, begannen sich gleichermaßen zu beruhigen, bis er sich gewahr wurde, daß in seinem Inneren nur mehr Stille herrschte - eine klare tiefe Stille, die all seine Sinne nach innen sog. Unantastbar verschmolz sein Wesen mit diesem Raum ohne Zeit und Ende, der sich in ihm auftat. Unermeßlich war die Weite dieses Raumes und er wußte, daß diese Grenzenlosigkeit in der er sich auflöste, er selbst war.

So saß er da, verloren in der Wonne, die ihn erfüllte und hätte niemals mehr sagen können, ob es Sekunden, Stunden oder Tage waren, die er so innehielt und dem lauschte, was ihm sein Innerstes erzählte.

Irgendwann, nach irgendeiner Zeit schlug er dann die Augen auf und sah sich in derselben Umgebung, die er von vorher kannte. Seine Blicke suchen die göttliche Erscheinung nicht, denn er wußte, daß diese wieder verschwunden sein würde, doch tat es ihm nicht leid, weil er das Geschenk der Segensspenderin noch in sich spürte, und er wußte auch, daß er es für immer in sich tragen würde. Er erkannte auch wohl, daß er nicht mehr derselbe war wie zuvor. Freude durchströmte ihn, wenn er an das süße Geheimnis dachte, daß er jetzt in sich trug. Ein wenig traurig war er nur, weil er es ja niemanden erzählen konnte um damit sein Glück und seine Gewißheit mit anderen zu teilen - sie würden ihn nicht verstehen und ihm keinen Glauben
schenken.

Langsam erhob er sich und von seinen lächelnden Lippen kam kein Wort.

aus "Der Hauch Gottes" von Wolfgang Hackl

Donnerstag, Dezember 01, 2005

"Mystisches Waldviertel"


... und nicht vergessen ...
am 3. Dezember ist wieder der erste Samstag im Monat und daher

T A G E S M E D I T A T I O N in Zwettl.

Beginn: ab 10.00 Uhr am Vormittag
und für Dich ab dann, wenn Du da bist.
Ende: Solange Du bleiben kannst.

Um 17.00 Uhr machen wir uns auf den Weg Richtung Friedersbach, wo ein riesengroßes Feuer mit spezieller Holzstatik, die schon für unser Havan beim Winterseminar getestet wird.
Im Anschluss an das Havan gibt es Punsch, Tee und alle weiteren von uns mitgebrachten Köstlichkeiten.
Wir freuen uns schon sehr auf Euch : )

Alles Liebe
Eure Waldviertler Yogis

für alle weiteren Informationen:
0676/ 93 59 651
Foto Credit

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